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Weltwirtschaftskrise rückt näher

Italiens Banken am Ende: Matteo Renzi versucht EU in Verschuldungsspirale zu ziehen

Samstag, 15 Oktober 2016 22:39 geschrieben von 
Droht eine neue Weltwirtschaftskrise? Droht eine neue Weltwirtschaftskrise?

Frankfurt am Main - Die nächste Weltwirtschaftskrise rückt offenbar näher. Die Importe und Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft brechen ein. China steht vor einer Immobilienblase und vor wirtschaftlichen Herausforderungen, die es nicht bewältigen kann. Auch in China spukt der Geist des Schuldenwachstums.

In Europa dürfte der 4. Dezember 2016 ein markanter Tag in der Geschichte werden. Auch wenn Italiens Premier Matteo Renzi das Verfassungsreferendum in Italien gewinnen sollte, bleiben Schulden und Bankenmisere für seine Regierung kaum zu bewältigen. Als Sieger und Reformer hätte Matteo Renzi möglicherweise mehr Einfluss in der EU und könnte den Zusammenbruch der EU durch eine weitere Verschuldungspolitik hinauszögern. Aber ein Sieg scheint eher unwahrscheinlich. Denn die Partei des Matteo Renzi, die Partito Democratico (PD) steht kurz vor einer Spaltung. Die Vertreter des linken Minderheitsflügels rufen offen Anhänger auf, gegen das Referendum zu stimmen und das könnte für den Ausgang des Referendums ausschlaggebend sein.

Bankenkrise, Flüchtlingskrise, exorbitante Staatsverschuldung, um nur einige Probleme zu nennen, wird Matteo Renzi ohne Rückhalt in der Bevölkerung nicht mehr lösen können. Italien steht vor dem Kollaps.

Aber auch in Deutschland ziehen immer mehr dunkle Wolken auf. Deutsche Bank, Tengelmann zeigen, dass die postmoderne kapitalistische Marktwirtschaft mit einem zentral aus Brüssel gesteuerten System sich dem Ende neigt und sich selbst zerstört. Der so anscheinend robuste Arbeitsmarkt, mit einem erkennbar hohen Anteil eines Niedriglohnsektors, und einem stetig wachsenden Umverteilungssozialsystem, wird sich bald unaufhaltsam in einen Arbeitsmarkt mit hoher Arbeitslosigkeit verwandeln. Die etablierten Parteien werden an Zuspruch stark verlieren. Die AfD und möglicherweise neue Parteien werden stark dazugewinnen können.

Piratenpartei und AfD dienen als Beispiel, wie schnell heutzutage die Wählerstimmung kippen kann. Die Piratenpartei lag vor der letzten Bundestagswahl bei der Aufstellung ihrer Kandidaten bei ca. 14% in den Umfragen. Bereits im Januar 2013 in der Niedersachsenwahl erreichte die Piratenpartei gerade noch 2,1%. Soeben ist sie aus dem Berliner Senat geflogen. Die AfD lag im Juli 2015 nach der Spaltung bei ca 3% und wird voraussichtlich aufgrund der politischen Gegebenheiten mit einem sehr starken Zuwachs in den Deutschen Bundestag einziehen und die jetzigen Umfragenwerte übertreffen.

Die Parteienlandschaft hat sich in Europa bereits verändert. Von den Problemen der USA ganz zu schweigen. Die Krisen sind politisch nicht mehr lösbar.

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Josef Mühlbauer

Dipl. Kfm. Josef Mühlbauer, München

Vita: Nach dem Abitur folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaft und der Rechtswissenschaft  an der Uni München. Mit dem Abschluss Diplom Kaufmann und in Jura dem ersten und zweiten Staatsexamen mit Referendars-Ausbildung hat er seine Universitätszeit abgeschlossen. Danach war Josef Mühlbauer als Vorstandsassistent und dann Leiter Recht und Finanzen in einer großen Aktiengesellschaft tätig.

Dem folgte eine Zeit als freiberuflicher Rechtsanwalt und freier Unternehmensberater in einer Beratungsfirma. Später war Josef Mühlbauer für größere Firmen zuständig.

Zuletzt engagierte er sich im gemeinnützigen Bereich im Rahmen politischer Bildung und gilt als ausgewiesener Spezialist insbesondere für Parteienforschung und Parteienfinanzierung.

Webseite: www.saar-depesche.de/show/author/50-josef-mühlbauer.html

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