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Berlin - Es war ein Paukenschlag, als das FDP-Sondierungsteam, geführt von Christian Lindner, heute vor die Kameras trat und mit den Jamaika-Gesprächen schonungslos abrechnete: Keine Vertrauensbasis, keine inhaltlichen Übereinstimmungen und wirre Sondierungsgespräche waren der Grund, warum die Liberalen die „Schwampel“ in die Tonne traten.

Später gab es sichtlich betretene Gesichter von Seiten der CDU- und CSU-Sondierer: Ganz offensichtlich hatte Lindner die Christdemokraten auf dem falschen Fuße erwischt. Diese waren nämlich mit den Grünen schon längst auf einer Wellenlänge. Bereits vor zwei Wochen machte Wolfgang Kubicki „intensive Beziehungen“ zwischen CDU und Grünen aus und sagte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Das kann man fast schon körperlich spüren.“

Die CSU ist entlarvt, kommt bei der Landtagswahl das Debakel?

Auch die CSU ist nun entlarvt: Die Krawallrhetorik von Alexander Dobrindt und Konsorten war nur Schall und Rauch. Bereits vor Tagen bekannten grüne Sondierer, dass sich insbesondere Dobrindt hinter den Kulissen ganz anders äußere, als gegenüber der Öffentlichkeit. Seehofer ließ heute schließlich mit betretener Miene keinen Zweifel mehr daran, dass der Linkspakt mit den Grünen auch sein Wunsch war: Er bedauerte den Abbruch der FDP, die der CSU mit selbigem mehr als nur die Show gestohlen hat. Man hätte auch in der Migrationsfrage mit den Grünen einen point commun finden können, so sein entwaffnendes Geständnis.

FDP kann sich Minderheitsregierung mit AfD-Unterstützung offenbar vorstellen

Wohin Deutschland nun steuert, ist völlig unklar. Die FDP hat bereits über Marco Buschmann, Parlamentarische Geschäftsführer der Partei im Bundestag, erklärt, dass sie eine Minderheitsregierung unter Merkel unterstützen würde. Diese wäre auf wechselnde Mehrheiten angewiesen und damit vermutlich des Öfteren auf die Stimmen der AfD, die in vielen wirtschafts-, finanz- und gesellschaftspolitischen Fragen mit den bürgerlichen Parteien übereinstimmt, beziehungsweise sie vor sich hertreibt.

Von Neuwahlen würden drei Parteien profitieren

Doch ob die Union sich diese Blöße gibt? Möglich ist auch, dass die SPD einknickt, die FDP an den Verhandlungstisch zurückkehrt oder dass es nach einer Episode der Lösungssuche im Laufe von 2018 doch noch Neuwahlen gibt. Diese dürften vor allem für die Grünen, die FDP und die AfD positiv ausgehen. Die Grünen haben die Verhandlungen, aus einer linken Brille betrachtet, besonnen und inhaltlich klar strukturiert geführt, die FDP hat Wort gehalten und die AfD hat mit ihrem bloßen Einzug in den Bundestag die politische Kultur im Lande belebt und Union und FDP so unter Druck gesetzt, dass das Linksbündnis Jamaika abgewendet werden konnte.

Mehr Stabilität wäre aktuell jedenfalls nach Neuwahlen keineswegs zu erwarten – zumal im Herbst 2018 in Bayern und Hessen gewählt wird und die nächste tektonische Verschiebung des politischen Systems bereits absehbar ist.

FDP hält Wort: Kommt nun die Minderheitsregierung von AfD Gnaden?

Es war ein Paukenschlag, als das FDP-Sondierungsteam, geführt von Christian Lindner, heute vor die Kameras trat und mit den Jamaika-Gesprächen schonungslos abrechnete: Keine Vertrauensbasis, keine inhaltlichen Übereinstimmungen und wirre Sondierungsgespräche waren der Grund, warum die Liberalen die „Schwampel“ in die Tonne traten.

Später gab es sichtlich betretene Gesichter von Seiten der CDU- und CSU-Sondierer: Ganz offensichtlich hatte Lindner die Christdemokraten auf dem falschen Fuße erwischt. Diese waren nämlich mit den Grünen schon längst auf einer Wellenlänge. Bereits vor zwei Wochen machte Wolfgang Kubicki „intensive Beziehungen“ zwischen CDU und Grünen aus und sagte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Das kann man fast schon körperlich spüren.“

Die CSU ist entlarvt, kommt bei der Landtagswahl das Debakel?

Auch die CSU ist nun entlarvt: Die Krawallrhetorik von Alexander Dobrindt und Konsorten war nur Schall und Rauch. Bereits vor Tagen bekannten grüne Sondierer, dass sich insbesondere Dobrindt hinter den Kulissen ganz anders äußere, als gegenüber der Öffentlichkeit. Seehofer ließ heute schließlich mit betretener Miene keinen Zweifel mehr daran, dass der Linkspakt mit den Grünen auch sein Wunsch war: Er bedauerte den Abbruch der FDP, die der CSU mit selbigem mehr als nur die Show gestohlen hat. Man hätte auch in der Migrationsfrage mit den Grünen einen point commun finden können, so sein entwaffnendes Geständnis.

FDP kann sich Minderheitsregierung mit AfD-Unterstützung offenbar vorstellen

Wohin Deutschland nun steuert, ist völlig unklar. Die FDP hat bereits über Marco Buschmann, Parlamentarische Geschäftsführer der Partei im Bundestag, erklärt, dass sie eine Minderheitsregierung unter Merkel unterstützen würde. Diese wäre auf wechselnde Mehrheiten angewiesen und damit vermutlich des Öfteren auf die Stimmen der AfD, die in vielen wirtschafts-, finanz- und gesellschaftspolitischen Fragen mit den bürgerlichen Parteien übereinstimmt, beziehungsweise sie vor sich hertreibt.

Von Neuwahlen würden drei Parteien profitieren

Doch ob die Union sich diese Blöße gibt? Möglich ist auch, dass die SPD einknickt, die FDP an den Verhandlungstisch zurückkehrt oder dass es nach einer Episode der Lösungssuche im Laufe von 2018 doch noch Neuwahlen gibt. Diese dürften vor allem für die Grünen, die FDP und die AfD positiv ausgehen. Die Grünen haben die Verhandlungen, aus einer linken Brille betrachtet, besonnen und inhaltlich klar strukturiert geführt, die FDP hat Wort gehalten und die AfD hat mit ihrem bloßen Einzug in den Bundestag die politische Kultur im Lande belebt und Union und FDP so unter Druck gesetzt, dass das Linksbündnis Jamaika abgewendet werden konnte.

Mehr Stabilität wäre aktuell jedenfalls nach Neuwahlen keineswegs zu erwarten – zumal im Herbst 2018 in Bayern und Hessen gewählt wird und die nächste tektonische Verschiebung des politischen Systems bereits absehbar ist.

München - In einer gemeinsamen Erklärung sehen sich die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, der Präsident der Französischen Republik und der Ministerpräsident der Italienischen Republik genötigt nach dem Brexit “ein starkes Bekenntnis zur Europäischen Einigung" abzugeben. Für ein „vertieftes gemeinsames Handeln“ geben Angela Merkel, François Hollande, und Matteo Renzi die drei prioritären Bereiche vor: „Innere und äußere Sicherheit, starke Wirtschaft und starker sozialer Zusammenhalt“ und „ambitionierte Programme für die Jugend“.

Berlin – Am 4. Mai will die Europäische Zentralbank (EZB) über die Zukunft des 500-Euro-Scheins entscheiden. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ sind die europäischen Notenbanker jedoch schon längst dabei, vollendete Tatsachen zu schaffen. So ist die Zahl der in Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine seit Dezember letzten Jahres kontinuierlich zurückgegangen. Nach den aktuellen EZB-Zahlen gab es Ende 2015 noch exakt 613.559.542 Banknoten im Wert von je 500 Euro. Im März 2016 hingegen waren es nur noch 594.417.006 – also fast 20 Millionen weniger. Die Währungshüter haben damit in nur drei Monaten 500er im Wert von knapp zehn Milliarden Euro aus dem Verkehr gezogen.

Mainz – Die Alternative für Deutschland (AfD) hat eine bundesweite Kampagne gegen die Einschränkung des Bargeldverkehrs gestartet. „Wir sind der Meinung, dass das Thema Bargeldeinschränkung und Bargeldverbot massiv in die bürgerlichen Freiheiten eingreift“, erklärte dazu die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry beim offiziellen Beginn der Kampagne „Bargeld lacht! – Nein zum Bargeldverbot“ in Mainz.

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