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Auch Flughäfen der Region sind betroffen

Europaweite Streiks gegen Ryanair

Mittwoch, 03 Oktober 2018 10:44 geschrieben von 
Europaweite Streiks gegen Ryanair Quelle: HESSEN DEPESCHE

Frankfurt am Main - In sechs europäischen Ländern finden diesen Freitag Streiks gegen die Fluggesellschaft Ryanair statt. In Deutschland haben die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und Verdi zu dem Streik aufgerufen.

Ryanair steht seit Längerem in der Kritik wegen seiner Personalpolitik. Vor allem ein zweifelhaftes System bei der Beschäftigung von Piloten steht im Fokus. Doch auch die Gehälter für Flugbegleiter werden als zu niedrig angesehen.

Flughafen Hahn und Flughafen Frankfurt betroffen

Am Flughafen Hunsrück-Flughafen Hahn fallen streikbedingt alle acht an diesem Tag geplanten Flüge aus. Am Flughafen Frankfurt ist noch unklar, ob es zu Streichungen der für diesen Tag geplanten 22 Abflüge kommt. Nach Informationen der FAZ waren Donnerstagnachmittag noch alle Ryanair-Abflügefür diesen Tag gültig. In Frankfurt soll jedoch in jedem Fall eine größte Kundgebung stattfinden.

System der Leihpiloten und zu geringe Gehälter

Streitpunkte zwischen Unternehmen und Mitarbeitern bestehen dabei sowohl mit den Piloten, als auch mit den Flugbegleitern.

Während in den meisten Fluggesellschaften die Piloten Mitarbeiter des Unternehmens sind, beschäftigt Ryanair eine Reihe sogenannter Leihpiloten. Bei diesem System sind die Piloten bei einer anderen Gesellschaft angestellt – in vielen Fällen Gesellschaften, die auf Personalvermittlungspezialisiert sind und werden leihweise an Ryanair vermittelt. Ryanair-Manager Peter Bellew hat hierzu angekündigt das System ändern zu wollen und zukünftig die in Deutschland stationierten Piloten fest anzustellen und auch die Ausbildungskosten für diese zu übernehmen.

Bei den Flugbegleitern ist die Höhe der Entgelte das Hauptproblem. "Die Gehälter der Flugbegleiter/innen bei Ryanair sind so niedrig, dass sie nicht ausreichen, um einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern“, kritisiert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen und ein massiver Druck auf die Beschäftigten.“

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit November 2016 gehört er der Redaktion von SAAR DEPESCHE an.

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