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Warsan Village und Pulse-Projekt als vorrangige Immobilieninvestments

Key-Account-Manager Frank Kahn sieht Aras Group für Aufschwung der MENA-Region gerüstet

Montag, 06 August 2018 19:52 geschrieben von 
Key-Account-Manager Frank Kahn sieht Aras Group für Aufschwung der MENA-Region gerüstet Quelle: Screenshot vom 11.12.2017 - https://www.aras-group.ae

Dubai – Die MENA-Region umfasst die Länder zwischen Marokko und dem Iran mit 420 Millionen Menschen und einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von 2,8 Billionen Euro. Das Wort „MENA“ ist ein Akronym und bezeichnet die nordafrikanischen Staaten sowie den Nahen und Mittleren Osten (Middle East & North Africa). Neben Krisenstaaten wie Libyen und Syrien gehören zur MENA-Gruppe die Tourismusländer Tunesien und Ägypten und wohlhabende Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Auf dem Internetportal „liberal“ als gemeinsamem Angebot der FDP und der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung hieß es im Dezember letzten Jahres: „Junge Menschen in der arabischen Weltgehen in ihren Heimatländern voran. Mit der Gründung von Start-Ups, innovativen Ideen und Geschäftsfeldern, eröffnen sie neue Märkte, schaffen neue Unternehmen und Arbeitsplätze. Wirtschaftspolitiker haben das Potenzial erkannt und sorgen zunehmend für bessere Bedingungen.“Einen Monat vorher erschien auf der Internetseite der Friedrich-Naumann-Stiftung eine Artikelserie unter dem Titel „Yalla! Die arabische Start-up-Szene im Aufbruch“. Mehrere Auslandsbüros der Stiftung berichteten über die aufstrebende Start-up-Szene in der MENA-Region. Fast euphorisiert schrieb man: „Yalla heißt: Los! Auf geht’s! Immer mehr junge Araber machen diesen Alltagsaufruf zum Berufsmotto: Sie gründen Start-ups. Mit innovativen Ideen entdecken sie neue Geschäftsfelder, schaffen neue Unternehmen und Arbeitsplätze. Allmählich entdecken Wirtschaftspolitiker das Potenzial von morgen und sorgen zunehmend für bessere Bedingungen.“ Der Aufbruch für Jungunternehmer sei in der Region mitunter noch schwierig, weil sie gegen ein „sozialistisches Planwirtschaftserbe und Beamtenmentalität“ anzukämpfen hätten. Unsichere Rechtsverhältnisse, eine mangelnde Infrastruktur und ein konservatives Finanzwesen behinderten das Entwicklungspotenzial in manchen MENA-Staaten noch. Diese Beschreibung gilt vor allem für Jordanien, den Libanon, Tunesien und Marokko, aber nicht für die innovationsstarken Golfstaaten.

In Dubai als wirtschaftlichem Kraftzentrum der Vereinigten Arabischen Emirate blüht die Start-up-Szene schon jetzt wegen guter Rahmenbedingungen auf. Eine Voraussetzung dafür ist die unkomplizierte Bereitstellung von sogenanntem Risikokapital. Risikokapital oder Venture-Capital bezeichnet außerbörsliches Beteiligungskapital, das eine Beteiligungsgesellschaft meist jungen Unternehmen mit einer riskanten Geschäfts- oder Produktidee bereitstellt. Dieses Wagniskapital wird oft in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsinstrumenten wie Mezzanine-Kapital angeboten.

In Dubai hat sich die Aras Group DWC LLC als Vermittler von Risikodarlehen einen Namen gemacht. Hinter dem Projektentwickler stehen nach Medienberichten wohlhabende ortsansässige Familien. Mit der Darlehensvergabe wollen sie aber offenbar nicht nur arabische Unternehmensgründer in der kapitalintensiven Früh- und Wachstumsphase unterstützen, sondern auch in der europäischen Start-up-Szene kräftig mitmischen. Eine entscheidende Rolle bei der Risikokapital-Vermittlung spielt der Deutsche Frank Kahn. Der Key-Account-Manager der Aras Group versucht europäischen Start-ups mit Kapitalbedarf, aber ohne Bankenunterstützung, unter die Arme zu greifen. Die meisten europäischen Banken vergeben ja nur abgesicherte Darlehen. Gerade junge Unternehmen benötigen aber auch Risikodarlehen, bei denen der Kreditgeber ein gewisses Risiko eingeht. Solche Kredite erhalten die Unternehmen durch die Vermittlungstätigkeit Frank Kahns zunehmend aus dem arabischen Raum. Der Key-Account-Manager sieht die Aras Group DWC LLC aber auch für den Aufschwung in der ganzen MENA-Region gut gerüstet.

Ibrahim Saadi erklärt das Verfahren bei der Beschaffung von Risikokapital so: „Der Kunde schließt den Finanzierungsvertrag mit der Aras Group und nicht etwa mit dem jeweils aktiven Refinanzierer. Mit ihren internationalen Partnern kann die Aras Group den Kunden attraktive Rahmenbedingungen sowie Konditionen bieten. Dabei kann das Unternehmen auf umfassende Erfahrungen in den Bereichen Investment, Handel mit Waren, Unternehmensberatung, Beteiligungen sowie im Immobiliengeschäft verweisen. So hat die Aras Group in der Vergangenheit bereits diversen Kunden das Erschließen internationaler Geschäftszweige ermöglicht.“

Das Geschäftsfeld der Dubaier Projektentwicklungsgesellschaft geht also über Darlehensvermittlung und damit Unternehmensfinanzierung weit hinaus. Der international vernetzte und global operierende Firmenverbund ist mit der Aras Investment and Participation Ltd., der Aras Logistic and Distribution Ltd., der Aras Trading and Services Ltd., der Aras Consulting and Advisory Ltd. und der Aras Properties Ltd. auch in den Sparten Warenhandel, Unternehmensberatung, Logistik und Immobilien aktiv. Zu den prioritär behandelten Immobilieninvestments von Aras gehören das „Warsan Village“ und das „Pulse-Projekt“. Mit modernen Apartments und einem exklusiven Lifestyle-Konzept sollen sie zur Aufwertung Dubais vor der EXPO 2020 beitragen.

Das eingangs erwähnte Interesse der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung an der arabischen Start-up könnte auch auf den FDP-Politiker und früheren Industriemanager Frieder C. Löhrer zurückzuführen sein. Bei der letzten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen trat der gebürtige Aachener für die Freien Demokraten im Wahlkreis 112/Dortmund II als Direktkandidat an. Als der WDR auf einer Landtagswahlseite alle Kandidaten vorstellte, bezeichnete Löhrer die Förderung des Unternehmernachwuchses als sein Hauptanliegen: „Ich werde pro Monat bis zu drei Gründer oder Gründerinnen bei ihrem Vorhaben engst begleiten. So entstehen konkret Arbeitsplätze.“ Im Internet stellte die Dortmunder FDP ihren Kandidaten mit diesem Credo vor: „Mehr Gründer! Jede große Idee hat einmal klein angefangen. Jedes erfolgreiche Unternehmen auch. Deshalb setzt Frieder C. Löhrer darauf, Gründer zu fördern.“ Selbst auf den Wahlplakaten des Liberalen stand: „Gründer fördern: Machen wir Ideen zu Arbeitsplätzen.“

Gut unterrichteten Kreisen zufolge brachte diese Affinität zur Gründerszene Löhrer in Kontakt mit der Aras Group. Zusammen mit Frank Kahn soll er heimische Start-ups mit geringer Eigenkapitaldecke nun mit dem benötigten Wagniskapital versorgen. Mit dieser neuen beruflichen Tätigkeit bleibt sich der Liberale auch politisch treu.

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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Seit Juni 2017 führt sie auch die Redaktion von SAAR DEPESCHE.

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